Ausgezeichnete Frankfurter Turnhallen
mit Kerto-Ripa® Elementen 

10.06.2010
Am 29.05.2010 wurden in Dresden die Preisträger des Architekturpreises 2010 Passivhaus ausgezeichnet. Ein Sonderpreis ging an ein Turnhallenbaukastensystem (Kerto-Ripa) für Frankfurter Schulen.
Der internationale Wettbewerb des Passivhaus Instituts stand unter Schirmherrschaft von Bundesbauminister Peter Ramsauer. Der Wettbewerb zeichnet(e) Gebäude unterschiedlichster Funktion aus, die architektonische Qualität mit hoher Energieeffizienz verbinden. Der Preis wurde zum ersten Mal verliehen. Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauminister, überreichte die vom BMVBS gestifteten Sonderpreise.

Mücke erklärte im Rahmen der Preisverleihung : "Passivhäuser weisen einen der möglichen Wege zum 'Nahe-Null-Energiehaus', das ab 2021 europäischer Standard für alle Neubauten sein wird. Der Wettbewerb trägt dazu bei, das Konzept Passivhaus noch populärer zu machen. Die prämierten Projekte zeigen, dass hochenergieeffiziente Gebäude durchaus schön und attraktiv aussehen können. Sie zeigen auch: das Passivhaus ist kein Architekturstil, sondern in vielen Gestaltungsformen realisierbar, und zwar nicht nur für Wohngebäude."

Sechzig Projekte wurden für den Wettbewerb eingereicht. Davon waren rund zwei Drittel Ein- und Zweifamilienhäuser, aber auch Schulen, Kindertagesstätten und Bürogebäude waren darunter. Beiträge aus Japan, China, USA, Polen, Schweiz, Ungarn, Italien, Dänemark, Österreich und Deutschland wurden eingereicht.

Die achtköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Feist vom Passivhaus Institut und dem gewählten Vorsitzenden Prof. Dipl.-Ing Ludwig Rongen vergab vier Preise und vier Anerkennungen, unter anderem einem Projekt mit Systemen von Finnforest Merk:

Der mit 3.000 Euro dotierte Sonderpreis des BMVBS für Nichtwohngebäude geht an das Architekturbüro D'Inka Scheible Hoffmann Architekten aus Fellbach für ein Turnhallenbaukastensystem für Frankfurter Schulen.




Intelligentes Konzept zur optimalen Energieeinsparung

Das Programm der Stadt Frankfurt umfasst den Abriss und Neubau von insgesamt 27 Schulturnhallen. Die ersten acht Hallen werden nach einem Wettbewerbsentwurf seit 2008 realisiert, die Turnhalle der Bonifatiusschule bildete den Auftakt. Die Einfeldsporthalle im Baukastensystem mit hohem Vorfertigungsgrad erfüllt den Passivhausstandard und vereint die signifikanten Vorteile des Holzbaus im Bezug auf die:

Rationalisierung von Planungs- und Bauphase schnelle Realisierung Wirtschaftlichkeit Anpassung an die örtlichen Standortfaktoren

Die Architekten entwickelten das Baukastensystem mit Finnforest Merk so, dass das System auf mehrere Projekte adaptiert werden kann. Der Tragwerksplaner schätzte die Beratung und technische Unterstützung von Finnforest Merk. Die Kerto-Ripa-Elemente überspannen mit 75 cm Bauhöhe eine maximale Spannweite von 15,6 m. Die Rippen (75 x 750 mm) werden im Abstand von 123,5 cm mit der 33 mm starken Deckplatte mittels Schraubpressklebung verbunden. Die 2,47 x 15,58 m großen Bauteile sind schnell verlegt und sofort begehbar. Die Stöße werden mit Stoßleisten aus Kerto-Q schubsteif verbunden. Die Hohlräume zwischen den Rippen werden für Installationen genutzt, sind gedämmt und raumseitig mit Akustikprofilen bekleidet.



Der Bau von Passivhäusern wird vom BMVBS im Rahmen des KfW-Programms Energieeffizient Bauen gefördert. Mittlerweile werden rund 40 Prozent aller neu errichteten Wohngebäude in Deutschland aus diesem Programm gefördert und übertreffen damit die gesetzlich vorgeschriebenen Standards. Dadurch sollen jährlich über 4,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden können.

Weitere Informationen zum Thema Passivhaus finden Sie auf www.passiv.de  

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


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